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Ansteuerung: Langsamfahrende Sportboote sollten unbedingt mit
dem Tidenstrom aus den Gatten, Prielen und Flüssen ausfahren, dort
ist der Gewinn an Geschwindigkeit am größten. Die Ansteuerung
Helgolands ist aus allen Richtungen zu jeder Zeit möglich, da das
Fahrwasser und der Hafen über ausreichende Wassertiefe für Sportboote
verfügt. Zu beachten ist das Befahrverbot des Naturschutzgebietes
Helgoländer Felssockel. Daraus ergibt sich die Endansteuerung aus
dem SE-Quadranten. Aus Richtung Ost oder nördlicher kommend
(Süderpiep, Norderhever, Schmaltief, Rütergat, Vortrapptief) ist zu
empfehlen, die Tonne Düne-S an Steuerbord zu nehmen und direkt in
den Hafen zu fahren. Von SE kommend muss man das Elb-Fahrwasser
queren und verlässt es spätestens zwischen den Tonnen 2 und 6 bei
„Bk. Z“. Der Ankerplatz „Außenelbe Reede“ bleibt dann knapp an Bb.
Der Kurs kann direkt auf die Hafeneinfahrt gelegt werden. Aus mehr
südlicher Richtung kommend, Weser/Jade, ist zu empfehlen, sehr
auf die Großschifffahrt zu achten, die auf unterschiedlichsten Kursen
unterwegs ist. Die Ansteuerung „Helgoland-O“ und die weiteren
roten Tonnen müssen (Naturschutzgebiet „Helgoländer Felssockel“,
Befahren verboten!) an Backbord bleiben. Der Tidenstrom setzt in
diesem Bereich quer, das ist aber in idealer Weise an der Richtfeuerlinie
Düne, welche mit 20° angesteuert wird, zu erkennen. Um aus
SW-licher Richtung nach Helgoland zu fahren muss man zunächst das
Verkehrstrennungsgebiet „Terschelling-Deutsche Bucht“ überwinden.
Entweder durch rechtwinkliges Queren - oder durch Umfahren (etwa
2 Kabel östlich der „TG 19/Weser 2“) passieren. Dann steuert man die
„Helgoland-O“ an. Es gilt das im vorigen Absatz dazu genannte. Auch
mit einfachen Navigationsmitteln ist Helgoland gut zu finden, tagsüber
wird man den „Antennen-Mast“ und den Leuchtturm aus großer
Entfernung sehen, nachts navigiert man mithilfe des weittragenden
Leuchtfeuers. Charakteristische Tiefenlinien sind gegeben. Im Notfall
kann man Unterstützung durch den dort stationierten Rettungskreuzer
bekommen.
Helgoland verfügt über vier Häfen: Der Südhafen Helgolands ist
Schutz- und Sicherheitshafen der Bundesrepublik Deutschland. Die
Sportbootliegeplätze befinden sich im Südhafen. Die Westkaje ist für
Sportboote gesperrt. Die Nordkaje mit Schwimmfendern ist Booten mit
einer Rumpflänge von über 11 m. bzw. 16 m vorbehalten. Die Liegeplätze
6 und 7 im SE der Ostkaje dürfen nur von Booten mit einer Länge von
bis zu 8 m belegt werden. Die Liegeplätze 1 – 5 an der Ostkaje und A – E
an der Stahlbrücke sind mit Schwimmstegen ausgestattet. Die Ostkaje
wurde komplett renoviert und verfügt über neue Elektrostationen. Hier
ist Liegen im Päckchen möglich. Päckchen mit 12 und mehr Booten
gelten in den Sommermonaten als nicht ungewöhnlich. Man sollte
lange Leinen dabei haben. Zur Stabilisierung der Päckchen wurden
gelbe Festmacherbojen ausgebracht. An der Innenseite der Stahlbrücke
befinden sich die Liegeplätze des Wassersportclubs Helgoland. Im
Westteil des Vorhafens besteht nach vorheriger Anmeldung beim
Hafenamt eine Ankermöglichkeit.
Die Hafenmeisterei und die Wetterstation befinden sich im Gebäude
links der Hafeneinfahrt zum Südhafen. Dort wird jedes Schiff registriert
und man sollte sich bald nach dem Festmachen dort anmelden. Es
besteht eine Meldepflicht.
Die Hafengebühren werden je angefangene 24 h berechnet und sind
als Bringschuld an den Hafenmeister zu entrichten. Wetterdaten mit
Ist-Situation und Vorhersagen sind in einem Schaukasten abzulesen.
Treibstoffe sind im Binnenhafen erhältlich: zollfreier (weißer) Diesel
und Benzin kann man direkt an den Schwimmstegen der Bunkerstation
(Schmierstoffe, Bootszubehör, Leinen, Fender und Bekleidung) tanken.
Der Kontakt mit dem Tankwart ist über eine Gegensprechanlage
möglich. Nach dem Tanken bitte erst ablegen, das Boot verholen und
die Rechnung später begleichen. Fäkalienentsorgung erfolgt an der
Pier. Um Frischwasser zu bunkern, muss man vor den Tonnenhof an
die Westkaje verholen. Wasserentnahme ist hier jederzeit über einen
Münzautomat (50-Cent-Stücke) möglich. Strom gibt es an zahlenmäßig
sehr begrenzten Steckdosen über eigene lange Kabel. Freischaltung
erfolgt durch den Hafenmeister per Schlüssel-/Chipsystem gegen
Gebühr. Ein 18 t-Mobilkran ist vorhanden. Taucher stehen bei Bedarf
zur Verfügung. Duschen/WCs befinden sich im „Marinas-Restaurant“
an der Nordseite des Hafens. Für die Müllentsorgung gibt es Container
am Südhafen.
Der Nord-Ost-Hafen gilt bei Gastseglern als „Geheimtipp“ für Boote bis
10 m Länge (max. 5 t). Auch hier unterhält der WSCH eine Steganlage
und ein kleines Clubhaus. Gastlieger sind herzlich willkommen, sollten
aber vorab telefonisch beim Hafenmeister nach einem freien Platz
fragen. Die Südseite des Hafenbeckens ist den Börtebooten vorbehalten,
die hier bei ungünstigen Winden anlegen. Besonders reizvoll ist der
ruhige Hafen durch die Nähe zum Meerwasserbad „Mare Frisicum Spa
Helgoland“ und zum Museum Helgoland.
Der Dünenhafen ist für Sportboote und Yachten gesperrt. Auch Yacht-
Crews müssen daher die kleine Fähre für die Überfahrt zur Düne
benutzen. |